Studien: E-Zigaretten sind gesünder wie herkömmliche Zigaretten

Rauchen ist nicht gleich Rauchen, so viel kann nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gesagt werden. Neue Studien von verschiedenen Universitäten kommen zu interessanten Ergebnissen und diese fallen für die klassische Zigarette im Vergleich zur E-Zigarette nicht so gut aus. Menschen, die E-Zigaretten rauchen, leben vor dem Hintergrund der Studien also gesünder als diejenigen, die klassische Zigaretten konsumieren und das hat unterschiedliche Gründe:

Deutlich weniger ungesunde Inhaltsstoffe

Bei den Befragten in der Studie gab jeder Achte an, dass er in seinem Leben schon einmal eine E-Zigarette geraucht hat. Viele klassische Raucher nutzen die neue Methode, um vom Rauchen wegzukommen und eine Entwöhnung durchzuführen. Das Besondere der E-Zigarette ist, dass bei ihr eine Flüssigkeit zum Einsatz kommt, welche mit Hilfe einer Heizspule verdampft wird. Diese Flüssigkeit, auch Liquid genannt, ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich wie beispielsweise auch das e-liquid von Terpy. Im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette wird dementsprechend keine hohe Verbrennungstemperatur von mehr als 1.000 Grad notwendig, sondern es reichen schon maximal 300 Grad. Weiterhin können durch unterschiedliche Geschmackssorten auch verschiedene Vorlieben angesprochen werden. Der Nikotingehalt, der zumeist bei der klassischen Zigarette 0,8 mg entspricht, kann bei der E-Zigarette durch die Wahl des gewünschten Liquids variiert werden. Auf diese Weise kann jeder selbst entscheiden, ob und wie viel Nikotin er beim Genießen der E-Zigarette zu sich nehmen möchte. Dieser Aspekt spielt vor allem bei der Entwöhnung eine besondere Rolle. Eine weitere aktuelle Studie zeigt, dass E-Zigaretten um sage und schreibe 95 Prozent weniger schädlich sind. Dementsprechend bietet sie sich als Entwöhnungsmethode hervorragend an. Das liegt vor allem daran, dass die freigesetzten Aerosole, die beim Verdampfen entstehen, deutlich weniger krebserregende Substanzen enthalten, als bei dem Rauchen einer klassischen Zigarette entstehen und durch den Raucher konsumiert werden. Es sieht so aus, als ob Langzeiterkrankungen wie Krebs beim Konsum von E-Zigaretten deutlich seltener auftreten könnten als bei der klassischen Variante. Das Inhalieren ist somit nicht nur geschmackvoller, sondern auch mit weniger Risiken verbunden.

Alternative mit leichten Schwächen

Es ist jedoch nicht so, dass E-Zigaretten grundsätzlich als viel gesünder eingeschätzt werden können. Auch sie bringen in gewissen Maße ein Risiko mit. Es ist zwar so, dass beim Rauchen weniger Schadstoffe freigesetzt werden, beim Verdampfen können jedoch Abbauprodukte produziert werden, die eine gewissen schädliche Wirkung besitzen können. Auch die Verdampfer an sich können verschiedene Nebenwirkungen mit sich bringen. Schließlich können sie infolge des Dampfens die Zusammensetzung der Mundmikroben verändern. Es könnte somit sein, dass durch das regelmäßige Rauchen von E-Zigaretten auch die Mundflora verändert wird. Eine Studie von Wissenschaftlern aus Ohio kam zu der Erkenntnis, dass im Vergleich von Nicht-Rauchern zu Rauchern Letztere eine andere Mundflora aufwiesen. Insbesondere die Zahnfleischentzündungen waren bei der Vergleichsgruppe deutlich stärker ausgeprägt. In manchen Fällen kam es auch vor, dass die Konsumenten empfindlich auf den Stoff Propylenglykol reagierten. Das hatte wiederum Einfluss auf den Atemwegstrakt, der mit Irritationen reagierte. Im Vergleich zu den Risiken des klassischen Rauchens, sind die E-Zigaretten jedoch die deutlich bessere Alternative. Gleichzeitig bietet sie den Rauchern eine Möglichkeit des Ausstieges. Im Gegensatz zu anderen Methoden wie Pflastern oder Kaugummi kann das eingeübte Verhalten des Rauchens beibehalten werden, was wiederum den Übergang deutlich erleichtert. Durch die Möglichkeit, den Nikotingehalt selbst zu bestimmen, besteht weiterhin die Möglichkeit, dass die Entwöhnung schrittweise durchgeführt werden kann.

Langfristige Gesundheitsschäden bei der klassischen Zigarette höher

Derzeitig geltende Langzeitstudien gehen insgesamt von weitaus weniger Gesundheitsschäden aus, die bei dem Konsum von E-Zigaretten entstehen als bei der herkömmlichen Zigarette. So gehen Forscher aus Schottland davon aus, dass die Gesundheit der Gefäße vergleichsweise als besser eingestuft werden kann. Ein italienischer Forscher der Universität von Catania prüfte in einer eigens dafür angelegten Studie die entstehenden Langzeitschäden bei Rauchern. Vor allem die Bronchien, der Blutdruck sowie das Körpergewicht, die Atemfunktionen und die Lungenaktivität waren für die Studie die entscheidenden Indikatoren. Die Ergebnisse waren mehr als eindeutig und zugleich verblüffend. Es konnten keine negativen Effekte nachgewiesen werden, die in Zusammenhang mit der E-Zigarette gebracht werden konnten. Selbst die Probanden, die sehr exzessiv die E-Zigarette konsumiert haben, wiesen keine pathologischen Befunde in der Lunge auf. Auch wenn die Ergebnisse aufgrund der Laufzeit als vorläufig eingestuft werden müssen, sind diese Ergebnisse ein Richtungszeig und heben das besondere Potential des modernen Rauchens hervor.

Geringer Konsum ohne gesundheitliche Folgen

Die Forscher betonen, dass das Inhalieren einer Menge von maximal 4 Milliliter Liquid pro Tag wahrscheinlich keine gesundheitlichen Risiken mit sich bringt. Auch bei höheren Dosen kann das durchaus zutreffen, allerdings fehlt hier noch die Datenlage. Hingegen ist die Datenlage bei den klassischen Rauchern deutlich: Auch schon der geringe Tabakkonsum auf die herkömmliche Weise steigert die Wahrscheinlichkeit, von einer Atemwegserkrankung betroffen zu sein. Die Ergebnisse zeigen, dass in diesen Fällen der Umstieg auf eine E-Zigarette als geeignetes Mittel angesehen werden kann, um die gesundheitlichen Risiken zu minimieren. Bei den Studien müssen allerdings auch Einschränkungen gemacht werden. Diese hängen in erster Linie damit zusammen, dass die jeweiligen Inhaltsstoffe der Liquids sehr unterschiedliche Ausprägungen besitzen. Aussagen, die einen allgemeingültigen Wert haben, sind vor diesem Hintergrund schwer abzuleiten. Die vielen Aromastoffe, die unterschiedlichen Anbieter sowie die vielfältigen Geschmacksrichtungen können noch nicht einzeln bewertet werden. Es sind dementsprechend auch weitere Studien notwendig, um genauere und belastbarere Ergebnisse zu bekommen.

E-Zigaretten bleiben die Lösung

Wer gerne raucht, der sollte etwas für seine Gesundheit tun und zur tabakfreien Variante greifen. Auch wenn die Studienlage noch nicht allzu gefestigt ist, so kann gesagt werden, dass die E-Zigarette im Vergleich zur klassischen Zigarette deutlich gesünder ist. Das liegt daran, dass sie weniger schädliche Inhaltsstoffe besitzt und dass ihr weniger negative Einflüsse auf die Atemwege nachgewiesen wurden. Durch die Wahl des Liquids kann sowohl der Geschmack, die Intensität und der Nikotingehalt selbst bestimmt werden. Damit wird die E-Zigarette zu einem sinnvollen und zugleich angenehmen Mittel der Entwöhnung. Man muss nicht länger auf Kaugummis zurückgreifen oder sich Pflaster auf die Haut kleben. Das Ritual und die Gemütlichkeit des Rauchens können bestehen bleiben und aromatisch untermalt werden. Der Übergang und die Entwöhnung können so deutlich besser und gesünder eingeleitet werden.

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