Aktuellen Zahlen zufolge rauchen rund 28 Prozent aller Deutschen. Doch der traditionelle Glimmstängel bekommt durch E- Zigaretten Konkurrenz, die auf dem Prinzip des Verdampfens beruhen. Bei einer E-Zigarette entscheidet der Konsument selbst, wie viel Nikotin man zu sich nehmen möchte. Da er zu keinem Verbrennungsprozess kommt, sind gerade bei diesen Varianten die Nebenwirkungen minimal. E-Zigaretten sind ideal für all Jene, die einen Umstieg vom Tabak zu anderen Varianten planen oder ihren Nikotinkonsum schrittweise verringern möchten.

Funktionsweise von E-Zigaretten

Bei einer E-Zigarette handelt es sich um ein kleines Elektrogerät, das zum Verdampfen von Flüssigkeiten verwendet wird. Im Fachjargon bezeichnet man diese als Liquids. Der Aufbau unterscheidet sich ein wenig je nach Modell. Die meisten sind jedoch aus folgenden Kleinteilen zusammengebaut:

  • Einem Verdampfer mit Verdampferkopf, in dem sich die Heizspirale befindet. Die Aufgabe dieses Teils ist, aus dem Liquid Dampf zu erzeugen
  • Einem Tank, in dem sich die Liquids befinden
  • Einem Akku, der zur Stromversorgung dient
  • Einem Mundstück

Bei den meisten Geräten aktiviert der Raucher durch das Ziehen am Mundstück den Verdampfer. Durch spezielle Widerstände, die am Verdampferkopf eingebaut sind, erkennen Sensoren den daraus resultierenden Unterdruck. Die Heizspiralen erwärmen das Liquid auf bis zu 315 Grad, was zur Verdampfung führt.

Unterschiede bei den Modellen

Wer sich im Internet über E-Zigaretten informiert, wird große Preisunterschiede erkennen. Einsteigersets sind bereits um rund 30 Euro zu haben, man kann jedoch auch deutlich mehr ausgeben. Wichtig ist, sich vor dem Kauf genau über die technischen Details des Geräts zu informieren.

Es gibt nämlich Einwegsysteme, bei denen der Verdampfer regelmäßig neu nachgekauft werden muss. Günstiger kommt man bei Mehrwegsystemen weg, die darüber hinaus über einen größeren Tank verfügen. Dabei erspart man sich das häufige Nachfüllen von Liquids. Die Mehrwegsysteme sind vor allem bei passionierten Rauchern bliebt.

Clearomizer (Tank)
Unterschiedliche Tanks und Clearomizer

Einen maßgeblichen Unterschied gibt es darüber hinaus bei der Akkuleistung. Diese hängt von der Kapazität ab, die in mAh also in Milli-Amperestunden angegeben wird. Bei einem Akku mit 4.400mAh kann man ungefähr 2.300 Züge machen. Bei einfachen Geräten mit nur 650mAh sind es manchmal nur 200 Züge. Wann man das Gerät wieder an das Ladegerät anschließen muss, hängt natürlich auch vom persönlichen Rauchverhalten ab. Darüber hinaus gibt es Unterschiede bei der Ladedauer. Um diese zu berechnen, muss die Leistung des Ladegeräts mit der Ausgangsspannung vergleichen, die das Ladegerät abgibt. Geht man wieder vom Beispiel einer E-Zigarette mit 650mAh Leistung aus und besitzt man ein Ladegerät mit einer Ausgangsspannung von 500 mAh, kann man von einer Ladedauer von rund 1 Stunde und 20 Minuten ausgehen. Wichtig dabei ist, immer das zum Gerät passende Ladegerät zu verwenden. Eigenmächtiges Handeln und die Verwendung von zu starken Ladegeräten kann zu schwerwiegenden Schäden am Akku führen.

Die Vorteile von E-Zigaretten

Dass die Verbrennung von Tabak, wie es in einer traditionellen Zigarette passiert, die Gesundheit nachhaltig schädigt, ist den meisten bereits bekannt. Doch so einfach ist es nicht, mit dem Rauchen aufzuhören, selbst wenn man sich der Nebenwirkungen bewusst ist. Durch den Umstieg auf eine E-Zigarette kann man jedoch der Nikotinsucht Schritt für Schritt den Kampf ansagen.

Viele Raucher sind nicht nur süchtig nach dem Nikotin, sie sind es auch gewohnt etwas in der Hand zu halten. Darüber hinaus bringt alleine das Saugen am Glimmstängel eine gewisse Befriedigung.

Nicht zu vergessen der soziale Aspekt, der mit dem Rauchen verbunden ist. In den Pausen trifft man sich mit Gleichgesinnten und tauscht Erfahrungen aus. Für viele gehört der Zug an der Zigarette als Abschluss eines guten Essens einfach dazu. Mit einer E-Zigarette kann man all diese wichtigen Funktionen weiterhin erfüllen, jedoch ohne sich den Giftstoffen auszusetzen, die zweifelsohne durch das Verbrennen von Tabak entstehen. Stoffe wie Teer gelangen nicht mehr in die Lunge, was einen gesundheitlichen Vorteil bringt.

Durch den Umstieg auf eine E-Zigarette profitiert jedoch nicht nur der Raucher selbst, sondern auch seine Umwelt. Der freigesetzte Dampf riecht deutlich besser als der Qualm traditioneller Zigaretten und die schädliche Wirkung des Passivrauchens entfällt. Durch den Umstieg auf eine E-Zigarette fühlen sich Menschen oft viel frischer. Das resultiert unter anderem auch daraus, dass der lästige Mundgeruch entfällt.

Auch die Kleidung stinkt nicht weiter nach Rauch und der lästige Morgenhusten lässt bei vielen nach. Darüber hinaus sind E-Zigaretten auch deutlich umweltverträglicher. Es fallen keine Glimmstängel an und somit wird weniger Abfall produziert. Ein weiteres wichtiges Kriterium, das für den Umstieg auf die E-Zigarette spricht, ist der Preis. Schätzungen haben ergeben, dass sich Raucher, die bisher rund 20 Zigaretten pro Tag verqualmten, pro Jahr 1.000 Euro einsparen. Die genaue Summe hängt davon ab, welche Zigaretten man vorher rauchte und wie teuer die Liquids sind. Bei den vielen Vorteilen lohnt es sich wirklich, E-Zigaretten einmal zu probieren. Einsteigersets sind schon um wenige Euro zu haben und die Investition rechnet sich bereits nach wenigen Wochen durch den geringeren Preis.

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